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  • Torhüter
  • 1 Tomas Svensson

    Torhüter

    Details

    Position: Torhüter
    Geburtstag: 15.02.1968
    Nationalität: Schweden
    Größe: 194 cm
    Gewicht: 90kg
    Im Verein seit: 01.07.2011
    Letzter Verein: BM Valladolid
    Spielerportrait:
    Man muss lange suchen, um einen Handballspieler zu finden, der ähnlich viele Erfolge aufzuweisen hat wie Tomas Svensson. Der schwedische langjährige Nationaltorhüter stand in drei olympischen Finals, wurde zwei Mal Welt-, drei Mal Europameister und gewann sechs Mal die Champions League. Die Liste der Titel ist darüber hinaus noch deutlich länger.

    Zuletzt stand Svensson beim spanischen Klub BM Valladolid unter Vertrag und wechselt zunächst als Torhüter zu den Löwen, da zu Beginn der Saison 2011/12 mit Goran Stojanović ein anderer Keeper verletzt fehlt. Mit seinem Riesenschatz an Erfahrung unterstützt der Schlussmann die Mannschaft auf dem Feld, ehe Stojanović zurückkehrt.

    „Wenn Goran Stojanović wieder fit ist, wird Tomas Svensson ins Trainerteam rücken. Mit seiner positiven Art und seiner tollen Einstellung passt er sehr gut zu uns. Ich bin mir sicher, dass Tomas uns gerade zum Saisonstart mit all seiner Erfahrung sofort helfen kann“, sagt Löwen-Manager Thorsten Storm. Anschließend wird er dem Klub erhalten bleiben und Trainer Guðmundur Guðmundsson unterstützten. Als Torwart-Coach und Assistenztrainer hat er sich bis Juni 2014 an die Löwen gebunden.

    Karriere:
    3 x Silbermedaille Olympische Spiele (1992, 1996, 2000)
    2 x Weltmeister (1990, 1997)
    2 x WM-Bronze (1993, 1995)
    3 x Europameister (1994, 2000, 2002)
    6 x Champions-League-Gewinner (1995, 1996, 1997, 1998, 1999, 2000)
    6 x Spanischer Meister (1995, 1996, 1997, 1998, 1999, 2000)
    3 x Spanischer Pokal (1997, 1998, 2000)

  • 12 Henning Fritz

    Torhüter

    Details

    Position: Torhüter
    Geburtstag: 21.09.1974
    Nationalität: Deutschland
    Größe: 189 cm
    Gewicht: 90kg
    Im Verein seit: 01.07.2007
    Letzter Verein: THW Kiel
    Spielerportrait:
    Deutschland hat eine lange Tradition mit Weltklasse-Leuten im Tor. Wieland Schmidt war der große Rückhalt des SC Magdeburg und gewann 1980 mit der DDR die Olympische Goldmedaille. Andreas Thiel wurde „der Hexer“ genannt, weil er es verstand, die gegnerischen Angreifer mit bösen Wurf-Flüchen zu belegen. In dieser Reihe steht auch Henning Fritz, was sich auch, aber nicht nur wegen seiner langen Titelsammlung erklärt.

    Bis auf den Sieg bei den Olympischen Spielen hat Fritz bereits alle wichtigen Titel abgeräumt und obwohl es in Athen 2004 „nur“ zu Silber reichte, machte sich der Schlussmann bei dem Turnier unsterblich. Im dramatischen Viertelfinale gegen Spanien, das nach zweimaliger Verlängerung im Siebenmeterschießen entschieden werden musste, wehrte Fritz drei Würfe der Iberer ab, ein vierter landete am Pfosten. Seinem Spitznamen „Busfahrer“ wurde er dabei vollauf gerecht. Was sich auf den ersten Blick nicht sonderlich freundlich anhört, zeigt auf den zweiten Blick die große Wertschätzung – denn mit der stoischen Ruhe eines Busfahrers bringt der Schlussmann die Stürmer zur Verzweiflung.

    Neben der geballten rechten Faust nach grandiosen Paraden ist die äußere Gelassenheit sein Markenzeichen, mit dem er im Januar und Februar 2007 ganz Deutschland verzauberte. Er hatte großen Anteil am erfolgreichen Wintermärchen, das Deutschland im eigenen Land zum Weltmeister machte. Dabei hatte er im halben Jahr zuvor beim THW Kiel kaum Spielpraxis.

    Im Sommer 2007 schloss sich Fritz den Rhein-Neckar Löwen an und versprüht seine Magie seither regelmäßig in der SAP ARENA. Auffallend ist dabei, dass er seine besten Leistungen meist in den wichtigen Partien zeigt. Wenn es um ihn herum hektisch wird, macht sich seine stoische Ruhe eben doppelt bezahlt.

    Karriere:
    1 x Vize-Olympiasieger (2004)
    1 x Weltmeister (2007)
    1 x Vize-Weltmeister (2003)
    1 x Europameister (2004)
    1 x Vize-Europameister (2002)
    1 x EM-Dritter (1998)
    1 x Champions-League-Sieger (2007)
    4 x EHF-Pokal-Sieger (1999, 2001, '02, '04)
    5 x Deutscher Meister (2001, '02, '05, '06, '07)
    2 x DHB-Pokal-Sieger (1996, 2007)
    1 x Welthandballer des Jahres (2004)
    1 x Deutscher Handballer des Jahres (2004)

  • 16 Goran Stojanovic

    Torhüter

    Details

    Position: Torhüter
    Geburtstag: 24.02.1977
    Nationalität: Montenegro
    Größe: 192 cm
    Gewicht: 89kg
    Im Verein seit: 01.07.2011
    Letzter Verein: VfL Gummersbach
    Spielerportrait:
    Goran Stojanović gehört zu der klassischen jugoslawischer Schule für Torhüter und hat die Gabe, an einem guten Tag die komplette gegnerische Mannschaft zur Verzweiflung zu bringen. Das mussten auch schon die Rhein-Neckar Löwen erfahren, wenn der Montenegriner im Trikot des VfL Gummersbach zur Höchstform auflief.

    Zwischen 2006 und 2011 stand der Keeper bei den Oberbergischen unter Vertrag und war entscheidend daran beteiligt, dass der Traditionsverein nach 18 Jahren Pause 2009 wieder einmal einen Titel feiern konnte. Nach dem Coup im EHF-Pokal wirkte Stojanović auch in den beiden Folgejahren mit, als die Gummersbacher jeweils den Europapokal der Pokalsieger überreicht bekamen.

    Zuletzt sammelte Stojanović also Erfahrung im Titelsammeln und möchte die kleine Serie auch bei den Löwen fortsetzen. Bis Juni 2014 hat sich der Schlussmann an die Badener gebunden und will in dieser Zeit seinen Teil dazu beitragen, dass der Klub seine hoch gesteckten Ziele erreicht. Mit seiner Ruhe und den glänzenden Reflexen zwischen den Pfosten stehen die Chancen dafür gut.

    Karriere:
    2 x Europapokalsieger der Pokalsieger (2010, '11)
    1 x EHF-Pokalsieger (2009)

  • Rückraum Mitte
  • 2 Andy Schmid

    RM

    Details

    Position: RM
    Geburtstag: 30.08.1983
    Nationalität: Schweiz
    Größe: 190 cm
    Gewicht: 86kg
    Im Verein seit: 01.07.2010
    Letzter Verein: Bjerringbro-Silkeborg
    Spielerportrait:
    In einem Punkt ist sich Andy Schmid sicher: Wenn es mit der Handballkarriere nichts geworden wäre, hätte er sich eben im Basketball versucht. Die dynamische Sportart, in der nicht das Tor, sondern die Reuse anvisiert werden muss, ist die zweite Leidenschaft des Schweizers. Sein größtes Idol ist mit Michael Jordan der wohl beste Basketballer in der Geschichte. In seiner Freizeit spielt Schmid selbst gerne mit dem Basketball.

    Sein Berufsgerät ist kleiner – und mit ihm kann der Regisseur viel besser umgehen. In der Spielzeit 2009/10 war er der beste Spieler in der dänischen Liga und machte damit weiter auf sich aufmerksam. Europäische Topvereine klopften bei ihm an, so dass er sich einen Wunsch erfüllen konnte. „Ich möchte bei einem Topklub in der Bundesliga spielen“, hatte der Schweizer immer wieder verkündet und sich deshalb für das Angebot der Löwen entschieden. In der SAP ARENA will sich der Leitwolf der Nationalmannschaft der Schweiz beweisen.

    Zum ersten Mal nahmen die Scouts Notiz von dem explosiven Rückraumspieler, als er im Trikot von Amicitia Zürich in der Champions League wirbelte. Das war im Jahr 2008, als Schmid nach der ersten Gruppenphase die Torschützenliste in der Königsklasse anführte und am Ende der Saison nach Dänemark zu Bjerringbro-Silkeborg wechselte. Dort brillierte er mit Spielverständnis auf der Position des Spielmachers und zeigte darüber hinaus seine guten individuellen Möglichkeiten. Explosivität und Wurfkraft zeichnen Schmid aus und das will er auch im Trikot der Rhein-Neckar Löwen zeigen.

    Karriere:
    2 x Schweizer Meister (2008, 2009)

  • 5 Zarko Sesum

    RM

    Details

    Position: RM
    Geburtstag: 16.06.1986
    Nationalität: Serbien
    Größe: 195 cm
    Gewicht: 97kg
    Im Verein seit: 23.09.2010
    Letzter Verein: KC Veszprem
    Spielerportrait:
    Der Wechsel von Žarko Šešum zu den Rhein-Neckar Löwen ist ein Neuanfang, und zwar ein besonderer. Der Serbe will bei den Badenern zurück zur Normalität finden, nachdem er bei seinem vorherigen Verein KC Veszprém die Schattenseiten des Lebens kennenlernen musste. Bei einem Disko-Besuch mit Teamkollegen wurde der Rückraumspieler im Februar 2009 in einen Streit verwickelt, der mit Messerstichen und der tödlichen Verletzung von Marian Cozma endete. Šešum wurde ebenfalls schwer verletzt, kam aber mit dem Leben davon.

    Einige Monate musste der Serbe seine eigenen Verletzungen auskurieren und zusätzlich den Tod seines Freundes und Mitspieler verarbeiten. Eine harte Zeit, die den Menschen formte. „Ich musste viel durchstehen, will jetzt aber wieder zur Normalität zurückkehren“, sagte der Rechtshänder bei seinem Wechsel zu den Löwen.

    Bei den Badenern will er die großen Hoffnungen erfüllen, die in den Nationalspieler gesetzt werden. Spätestens seit der Junioren-EM 2006, als Šešum zum besten Spieler des Turniers gekürt wurde, gilt er als eines der größten Talente im europäischen Handball. „Ich möchte beweisen, dass ich mich bei einem Topklub der Bundesliga durchsetzen kann“, hat sich der Serbe viel vorgenommen. Ein Pluspunkt ist in jedem Fall, dass er sowohl in der Abwehr als auch im Angriff vielseitig einsetzbar ist – also praktisch ein Allrounder, was besonders im modernen Handball wertvoll ist.

    Karriere:
    1 x Europapokal der Pokalsieger (2008)
    3 x Ungarischer Meister (2008, ’09, ’10)
    3 x Ungarischer Pokalsieger (2008, ’09, ’10)

  • Rückraum Links
  • 8 Karol Bielecki

    RL

    Details

    Position: RL
    Geburtstag: 16.06.1986
    Nationalität: Polen
    Größe: 202 cm
    Gewicht: 101kg
    Im Verein seit: 15.12.2012
    Letzter Verein: SC Magdeburg
    Spielerportrait:
    Es gibt nur ganz wenige Spieler auf der Welt, die dem gegnerischen Torhüter so viel Respekt einflößen wie Karol Bielecki. Und das ist berechtigt, denn wenn der Mann mit den langen Hebeln hochsteigt, läuten bei den Keepern die Alarmglocken. Mit einer schier unglaublichen Wucht landen die Geschosse des Polen zumeist Sekundenbruchteile später im Netz. „In den Würfen liegt eine wahnsinnige Kraft“, staunte der frühere Löwen-Coach Wolfgang Schwenke.

    Aus diesem Grund lotsten die Badener den Rotschopf im Dezember 2007 zu sich, nachdem er in den Monaten zuvor mit der Silbermedaille bei der WM in Deutschland sowie dem Gewinn des EHF-Pokals mit dem SC Magdeburg auch international seine Tauglichkeit unter Beweis gestellt hatte. Inzwischen ist mit dem dritten Platz mit dem polnischen Team bei der WM 2009 in Kroatien weiteres Edelmetall hinzugekommen.

    Seine ersten handballerischen Schritte machte Bielecki in seiner Geburtsstadt Sandomierz, von wo aus er 1999 in die erste polnische Liga zu KS Kielce wechselte. Nach dem Gewinn von nationaler Meisterschaft und Pokal zog es ihn im Sommer 2004 in die HBL – zum SC Magdeburg. Beim SCM wurde der Rückraum-Hüne schnell zum Leistungsträger, zeigte auch gegen die Löwen seine Stärken und wirft deshalb jetzt in der SAP ARENA seine Tore.

    „Ich möchte mit den Löwen Titel gewinnen“, erklärte Bielecki seine Motivation für den Vereinswechsel. Hinzu kam natürlich auch die Tatsache, dass mit Mariusz Jurasik und Slawomir Szmal bereits zwei Kollegen aus der polnischen Nationalmannschaft das Löwen-Trikot trugen.

    Karriere:
    1 x Vize-Weltmeister (2007)
    1 x WM-Dritter (2009)
    1 x EHF-Pokalsieger (2007)
    1 x Polnischer Meister (2003)
    1 x Polnischer Pokalsieger (2003)

  • 9 Borge Lund

    RL

    Details

    Position: RM
    Geburtstag: 13.03.1979
    Nationalität: Norwegen
    Größe: 196 cm
    Gewicht: 94kg
    Im Verein seit: 01.07.2010
    Letzter Verein: THW Kiel
    Spielerportrait:
    Wenn es noch Restzweifel an den Fähigkeiten von Børge Lund gegeben haben sollte, wurden die am 30. Mai 2010 ausgeräumt. In der Schlussphase des Champions-League-Endspiels zwischen dem THW Kiel und dem FC Barcelona trumpfte der Spielmacher im Trikot der Zebras auf und hatte großen Anteil daran, dass sich der deutsche Rekordmeister zum zweiten Mal die europäische Krone aufsetzen konnte. Sein Wissen, worauf es in entscheidenden Situationen ankommt, sorgte dafür, dass sich die Löwen die Dienste des Norwegers sicherten.

    In den drei Jahren, in denen Lund beim THW im Kader stand, bekam er das Sieger-Gen eingepflanzt und die dadurch hervorgerufene Mentalität soll er bei den Badenern ebenfalls an den Tag legen. Dabei kommt dem Norweger entgegen, dass er sowohl in der Abwehr als auch im Angriff seine Stärken hat und deshalb im modernen Handball unverzichtbar ist. Lund soll das Spiel der Löwen leiten und gleichzeitig im Mittelblock die Defensive zusammenhalten.

    Vor den drei Jahren in Kiel schnupperte Lund bei der HSG Nordhorn in die Bundesliga hinein und arbeitete dort bereits erfolgreich mit Ola Lindgren zusammen. Der Coach der Badener drängte deshalb auf die Verpflichtung des Norwegers, weil er dessen Spielweise schätzt. Lund entschied sich für die Löwen, weil er in Kiel im Angriff nur wenig Einsatzzeiten erhielt – und weil mit Bjarte Myrhol ein Kumpel aus der norwegischen Nationalmannschaft bereits deren Trikot trägt.

    Karriere:
    1 x Champions-League-Sieger (2010)
    3 x Deutscher Meister (2008, 2009, 2010)
    2 x DHB-Pokalsieger (2008, 2009)

  • Rückraum Rechts
  • 15 Michael Müller

    RR

    Details

    Position: RR
    Geburtstag: 19.09.1984
    Nationalität: Deutschland
    Größe: 197 cm
    Gewicht: 94kg
    Im Verein seit: 01.07.2009
    Letzter Verein: TV Großwallstadt
    Spielerportrait:
    Manchmal wird ein Handballer von der Entwicklung um die eigene Person einfach überrollt. Bei Michael Müller verliefen die vergangenen Monate bis zu seinem Wechsel zu den Löwen nach genau diesem Muster. „Ich muss mir die Spiele erst noch einmal im Fernsehen anschauen, ich kann das gar nicht glauben“, erklärte der Linkshänder nach der WM im Frühjahr 2009. Bis zu den Olympischen Spielen in Peking war der gebürtige Würzburger in der Nationalmannschaft kein Thema, doch im Anschluss hat er sich in Rekordzeit zu einer festen Größe im Team von Heiner Brand gemausert.

    Innerhalb von drei Jahren schaffte es der Linkshänder von der Regionalliga bei Haspo Bayreuth bis aufs WM-Parkett und hinterließ dort einen glänzenden Eindruck. Müller war die Entdeckung des Turniers und bestätigte seine konstant guten Leistungen bei seinem damaligen Klub aus Großwallstadt auch im Duell mit den Besten der Welt. Im rechten Rückraum gestaltet er sein Spiel mit viel Übersicht, überlegten Torabschlüssen und intelligenten Anspielen an den Kreis.

    „Schuld“ an der mittlerweile beeindruckenden Laufbahn ihres Sohnes war die Mama, denn die aktive Handballerin schleppte Michael genau wie seinen Zwillingsbruder Philipp schon früh in die Halle. In der E-Jugend fungierte sie sogar als Trainerin ihres Nachwuchses und gab beiden das Rüstzeug für eine Bundesliga-Karriere mit auf den Weg. Philipp steht inzwischen beim HBW Balingen-Weilstetten unter Vertrag, während Michael die nächste Stufe bei den Löwen zünden möchte. „Ich habe eine einmalige Chance bekommen, in einem absoluten Top-Team zu spielen“, sagt der Linkshänder. Man kann davon ausgehen, dass der Spätentwickler seine Leistungssteigerung bei den Löwen fortsetzt.

    Karriere:
    1 x Platz 3 Deutsche A-Junioren-Meisterschaft (2003)

  • 19 Krystof Lijewski

    RR

    Details

    Position: RR
    Geburtstag: 07.07.1983
    Nationalität: Polen
    Größe: 198 cm
    Gewicht: 97kg
    Im Verein seit: 01.07.2011
    Letzter Verein: HSV Hamburg
    Spielerportrait:
    Zwischen 2008 und 2011 besetzte Krzysztof Lijewski in Co-Produktion mit Bruder Marcin den rechten Rückraum beim HSV Hamburg und feierte mit den Hanseaten beachtliche Erfolge. Im Juni 2011 erfüllte sich der Klub und damit auch der Linkshänder einen großen Traum und feierte die erste Deutsche Meisterschaft in der Vereinsgeschichte. Krzysztof hatte seinen Teil zum Titel beigetragen, auch wenn er einige Monate wegen einer Blessur in der linken Schulter pausieren musste.

    Mittlerweile ist die komplett ausgeheilt und der wurfgewaltige Rückraumspieler knüpft wieder an die Galaform an, die den Löwen im April 2010 den möglichen Pokalsieg verwehrte. Mit neun Treffern sorgte Lijewski entscheidend für den knappen 34:33-Efolg der Hamburger im Finale gegen die Badener.

    Künftig soll der polnische Nationalspieler die entscheidenden Treffer für die Löwen und nicht gegen sie erzielen, weshalb er einen Kontrakt bis Juni 2014 unterzeichnet hat. Ein Grund für den Wechsel in den Süden der Republik ist Karol Bielecki, denn mit dem Kollegen aus der polnischen Nationalmannschaft und Löwen-Torjäger verbindet ihn eine tiefe Freundschaft. Mit dem Duo Bielecki im halblinken und Lijewski im halbrechten Rückraum verfügen die Löwen damit über zwei außerordentlich torgefährliche Angreifer.

    Karriere:
    1 x Vizeweltmeister (2007)
    1 x Gewinner Europapokal der Pokalsieger (2007)
    1 x Deutscher Meister (2011)
    2 x DHB-Pokalsieger (2006, 2010)

  • Links Außen
  • 3 Uwe Gensheimer

    LA

    Details

    Position: LA
    Geburtstag: 26.10.1986
    Nationalität: Deutschland
    Größe: 188 cm
    Gewicht: 90kg
    Im Verein seit: 01.07.2003
    Letzter Verein: TV Friedrichsfeld
    Spielerportrait:
    In Mannheim geboren, im Stadtteil Friedrichsfeld aufgewachsen – kein Wunder, dass die Kombination Uwe Gensheimer und Rhein-Neckar Löwen ideal zusammen passt. Die Nummer 3 der Badener ist nicht nur Publikumsliebling, sondern auch Leistungsträger und zählt zu den großen Hoffnungen der Zukunft im deutschen Handball. Seit 2003 spielt der Rechtshänder bereits für die Löwen und wird dies auch noch bis 2012 tun – mindestens.

    Seit dem Abgang von Mariusz Jurasik ist Gensheimer dienstältester Akteur der Löwen und hat den Aufstieg des Klubs von der ersten Stunde an miterlebt. Er begleitete den Klub von der Zweiten Liga bis ins Halbfinale der Champions League. Dabei war das große Talent auf Linksaußen schnell Stammspieler und Leistungsträger. Die Berufung in die A-Nationalmannschaft kam deshalb nicht mehr überraschend. „Mein Ziel ist es, bald bei einem großen internationalen Turnier dabei zu sein“, sagt Gensheimer.

    Im Nachwuchsbereich hat er sein großes Potenzial bereits gezeigt. 2006 wurde er Junioren-Europameister, bei der Junioren-WM 2007 ergatterte er den Titel des wertvollsten Spielers (MVP) und gewann mit der deutschen Mannschaft die Silbermedaille. Zudem kürte ihn die HBL im Jahr 2006 zum „Rookie des Jahres“.

    Die ersten handballerischen Schritte machte Uwe als Junge beim TV Friedrichsfeld. Dort wurde er schließlich auch von den Talentspähern der Rhein-Neckar Löwen entdeckt und zu seinem Lieblingsklub gelockt. „Es ist für mich immer noch ein Traum, in der SAP ARENA zu spielen. Nur einen Steinwurf von meinem Elternhaus entfernt“, schwärmt Gensheimer.

    Karriere:
    1 x Handballer des Jahres (2011)
    1 x Junioren-Vize-Weltmeister (2007)
    1 x Junioren-Europameister (2006)
    1 x „Rookie des Jahres“ der HBL (2006)
    1 x Bester Spieler (MVP), Junioren-WM (2007)

  • 14 Niklas Ruß

    LA

    Details

    Position: LA
    Geburtstag: 13.12.1990
    Nationalität: Deutschland
    Größe: 180 cm
    Gewicht: 79kg
    Im Verein seit: 01.07.2011
    Letzter Verein: TSG Friesenheim
    Spielerportrait:
    In der Familie Ruß steht Handball ganz oben auf der Prioritätenliste. Quasi schon mit der Muttermilch sog Niklas Ruß die Leidenschaft zum verharzten Ball auf, tingelte bereits als Dreikäsehoch durch die Halle, so dass es nicht verwunderte, dass sich schnell besonderes Talent zeigte. Wegen seiner enormen Schnelligkeit und den gewitzten Wurfvarianten landete Ruß schnell auf der Position des Linksaußen.

    Im Nachwuchsbereich der Rhein-Neckar Löwen wurden die Talentspäher bald auf das Juwel aufmerksam und lotsten es 2005 nach Kronau. „Ich fühle mich hier pudelwohl“, sagt Ruß, der mit den A-Junioren 2008 Deutscher Meister wurde und in den Junioren-Nationalmannschaften des DHB eine feste Größe ist. Bereits in der Saison 2008/09 schnupperte er als A-Jugendlicher schon Luft im Profikader und möchte sich in der nahen Zukunft bei den Rhein-Neckar Löwen weiterentwickeln.

    Beim Kooperationspartner der Löwen, der TSG Friesenheim, wurde der flinke Linksaußen in der Spielzeit 2009/10 mit einem Zweitspielrecht ausgestattet, so dass er neben den Erfahrungen des Trainingsalltags bei den Badenern („Von Guðjón Valur Sigurðsson und Uwe Gensheimer kann ich viel lernen“) auf hohem Niveau Spielpraxis in der Zweiten Liga sammeln konnte.

    Seine dort gewonnene Erfahrung möchte Ruß jetzt wieder allein bei den Löwen einbringen. Manager Thorsten Storm hält viel von dem Talent aus dem eigenen Nachwuchs. „Ich bin mir sicher, dass Niklas diese Herausforderung annehmen und auch meistern wird“, erklärt Storm.

    Zum 1. Dezember 2010 wurde der Linskaußen an die "Eulen" verliehen, kehrte aber im Sommer 2011 zu den Badenern zurück und unterschrieb einen Vertrag bis Juni 2013. Gleichzeitig wurde Ruß mit einem Zweitspielrecht beim Drittligisten SG Leutershausen ausgestattet.

    Karriere:
    1 x Junioren-Weltmeister (2011)
    1 x Junioren-Europameister (2008)
    1 x Deutscher A-Jugend-Meister (2008)

  • Rechts Außen
  • 24 Patrick Groetzki

    RA

    Details

    Position: RA
    Geburtstag: 04.07.1989
    Nationalität: Deutschland
    Größe: 189 cm
    Gewicht: 84kg
    Im Verein seit: 01.07.2011
    Letzter Verein: SG Pforzheim/Eutingen
    Spielerportrait:
    Es ist die besondere Energie, die ansteckende Emotion, die Patrick Groetzki in Rekordzeit zu einem Publikumsliebling in der SAP ARENA gemacht hat. Wenn der junge Rechtsaußen die harzige Kugel im gegnerischen Gehäuse unterbringt, lässt er alle an seiner Freude teilhaben. „Der Junge steckt an“, wusste bereits Iouri Chevtsov, unter dem der gebürtige Pforzheimer seine ersten Schritte in der Bundesliga machte.

    So schnell sich Groetzki in die Herzen der Fans spielte, so schnell verlief bisher auch seine Karriere. Eigentlich kein Wunder, denn der Mann mit dem glänzenden Spielverständnis gehört zu den größten Talenten im deutschen Handball. Und hat deshalb auch schon ein A-Länderspiel auf dem Buckel. In der EM-Qualifikation durfte er gegen Israel ran. „Das war ein tolles Erlebnis und wird unvergessen bleiben“, sagt der junge Mann, der es geschafft hat, trotz Bundesliga- und Champions-League-Stress erfolgreich sein Abitur zu machen. Fast hat man den Eindruck, dass Groetzki sich immer noch ein Stück steigern kann, wenn die Aufgaben größer und die Hürden höher werden.

    In den kommenden Monaten und Jahren will sich der Linkshänder vorrangig auf den Sport konzentrieren, nachdem er die schulische Ausbildung erfolgreich hinter sich gebracht hat. Nachdem er die ersten Schritte bei den Löwen gemeistert hat, möchte er sich jetzt in die Stammsieben spielen. Und gleichzeitig viel von seinen erfahrenen Kollegen lernen. „Ich spiele mit Weltklasseleuten in einem Team. Da kann ich mir jeden Tag im Training etwas abgucken“, schwärmt Groetzki und steckt den Zuhörer mit seiner Euphorie förmlich an. Der Publikumsliebling hat dabei ein großes Ziel: Er will auch mal zur Weltklasse gehören.

    Karriere:
    1 x Weltmeister der Junioren (2009)
    1 x Deutscher A-Jugend-Meister (2008)
    1 x Vize-Europameister der Junioren (2008)
    1 x wertvollster Spieler (MVP) der Junioren-EM (2008)

  • 27 Ivan Cupic

    RA

    Details

    Position: RA
    Geburtstag: 27.03.1986
    Nationalität: Kroatien
    Größe: 178 cm
    Gewicht: 75kg
    Im Verein seit: 01.07.2010
    Letzter Verein: RK Velenje
    Spielerportrait:
    Am 23. Juli 2008 musste Ivan Čupić einen Schicksalsschlag hinnehmen. Im Trainingslager der kroatischen Nationalmannschaft, die sich auf die Olympischen Spiele in Peking vorbereitete, blieb der Rechtsaußen mit dem Ringfinger der linken Hand an einem Drahtzaun hängen. Zwei Drittel des Fingers mussten anschließend amputiert werden, das Turnier in Peking verpasste Čupić. Das Ende der Karriere, das ihm einige Fachleute zunächst attestierten, bedeutete diese Verletzung allerdings nicht. Inzwischen hat der Kroate sein Topniveau wieder erreicht und will bei den Löwen seine Klasse demonstrieren.

    In der Saison 2009/10 konnten sich die Badener ein Bild von den Künsten des Linkshänders machen. In der Champions League traf Čupić mit RK Velenje in der Gruppenphase auf die Löwen. Während die Badener beide Partien gewannen, überzeugte der Rechtsaußen mit seiner variablen Wurfauswahl und bestätigte die Löwen-Verantwortlichen, den flinken Außenspieler unter Vertrag zu nehmen.

    Bei den Löwen möchte Čupić nun für ein paar Jahre sesshaft werden, denn in seiner jungen Karriere kann der Kroate bereits auf einige Vereinsstationen zurückblicken. Neben seinem Heimatklub RK Metković spielte er bereits für den kroatischen Hauptstadtklub RK Agram Zagreb, Octavio Vigo (ESP) und eben RK Velenje in Slowenien. Die Bundesliga ist die nächste Station auf seiner Europa-Rundreise und soll möglichst auch die letzte Etappe sein. Die HBL ist laut Cupic schließlich die beste Liga der Welt, und hier will er beweisen, dass er zu den Ausnahmekönnern auf seiner Position gehört – auch ohne zwei Drittel des Ringfingers der linken Hand.

    Karriere:
    1 x Vizeweltmeister (2009)
    1 x Vizeeuropameister (2010)
    1 x Slowenischer Meister (2009)

  • Kreis
  • 4 Oliver Roggisch

    KM

    Details

    Position: KM
    Geburtstag: 25.08.1978
    Nationalität: Deutschland
    Größe: 202 cm
    Gewicht: 99kg
    Im Verein seit: 01.07.2007
    Letzter Verein: SC Magdeburg
    Spielerportrait:
    „The Rogg“ – so nennt sich Oliver Roggisch auf seiner Homepage selbst. Und mit dieser leicht abgewandelten Form von „the rock“ (der Felsen) charakterisiert sich der Abwehrchef der Rhein-Neckar Löwen äußerst passend. Bei der Weltmeisterschaft 2007 in Deutschland ernannte ihn Mitspieler Pascal Hens zum „besten Abwehrspieler der Welt ohne Muskeln“. Ein Kompliment, das auf den drahtigen Körper Roggischs gemünzt war.

    Aus dem Team der Badener ist die Nummer 4 auf jeden Fall nicht wegzudenken, der Abwehrspezialist hält die Deckungsreihe der Löwen zusammen und genießt bei seinen Mitspielern höchste Anerkennung. Christian Schwarzer, der seine Karriere im Sommer 2009 beendete, sagt über ihn: „Es ist Wahnsinn, wie sich Oli in den Dienst der Mannschaft stellt und weder sich noch die Gegenspieler schont.“

    Schon früh in seiner Karriere wurde der 2,02-Meter-Hüne zum Kreisläufer und Abwehrspieler getrimmt. „Es war klar, dass mein Talent in der Offensive nicht für die Bundesliga reichen würde.“ Außerdem entspricht der harte Kampf Mann gegen Mann dem Naturell des Schwarzwälders, der in Villingen/Schwenningen geboren wurde und aufwuchs.

    In der Bundesliga machte sich Roggisch beim TuS Schutterwald, FrischAuf Göppingen, TUSEM Essen und dem SC Magdeburg einen Namen, ehe es ihn 2007 zu den Rhein-Neckar Löwen zog. Zu diesem Zeitpunkt war er bereits Weltmeister (2007) und hatte den bis dahin größten Erfolg seiner Karriere gefeiert. Ein paar Monate später, ebenfalls 2007, gewann er mit Magdeburg den EHF-Pokal.

    Karriere:
    1 x Weltmeister (2007)
    1 x EHF-Pokalsieger (2007)

  • 10 Robert Gunnarsson

    KM

    Details

    Position: KM
    Geburtstag: 22.05.1982
    Nationalität: Island
    Größe: 191 cm
    Gewicht: 100kg
    Im Verein seit: 01.07.2010
    Letzter Verein: VfL Gummersbach
    Spielerportrait:
    Als Róbert Gunnarsson 18 Jahre alt war, musste sich der heutige Weltklasse-Kreisläufer zwischen Fußball und Handball entscheiden. Bis dahin war der Isländer ein talentierter Fußballtorwart und absolvierte sogar ein Probetraining beim englischen Topklub Aston Villa. „Bei den Fußballern war Stress, bei den Handballern war alles entspannter“, begründet Gunnarsson seinen Entschluss für das Hallenspiel. Die Entscheidung brauchte der bullige Mann am Kreis nicht bereuen.

    Inzwischen zählt er nämlich zu den besten Akteuren auf seiner Position weltweit – und hat durchaus imposante Erfolge vorzuweisen. Allein im Jahr 2010 gab es mehrfach Grund zur Freude. Zu Beginn des Jahres holte Gunnarsson mit der isländischen Nationalmannschaft bei der EM in Österreich die Bronzemedaille und ein Jahr später stemmte er mit dem VfL Gummersbach den Europapokal der Pokalsieger in die Höhe. Der größte Erfolg seiner bisherigen Karriere ist jedoch – wie bei allen Isländern – der Gewinn der Silbermedaille bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking.

    Die Entscheidung, zu den Löwen zu wechseln, fiel dem Mann vom Kreis relativ leicht. Immerhin spielen mit Ólafur Stefánsson und Guðjón Valur Sigurðsson bereits zwei „Isis“ bei den Badenern. Außerdem stimmen die Perspektiven bei den Löwen, denn das war für Gunnarsson ausschlaggebend. An Titel hat er sich nämlich inzwischen gewöhnt.

    Karriere:
    1 x Olympiasilber (2008)
    1 x EM-Dritter (2010)
    1 x Europapokalsieger der Pokalsieger (2010)
    1 x EHF-Pokal-Sieger (2009)

  • 18 Bjarte Myrhol

    KM

    Details

    Position: KM
    Geburtstag: 29.05.1982
    Nationalität: Norwegen
    Größe: 192 cm
    Gewicht: 96kg
    Im Verein seit: 01.07.2009
    Letzter Verein: HSG Nordhorn
    Spielerportrait:
    Bjarte Myrhol schwimmt nicht mit dem Strom. Der Kreisläufer aus Norwegen probiert gerne etwas Außergewöhnliches. 2005 wagte er als erster skandinavischer Handballspieler den Sprung in die ungarische Liga. Myrhol erlag den Verlockungen des Serienmeisters KC Veszprém und wechselte in die Nähe des Balatons. „Es war eine tolle Erfahrung, auch wenn es mir schwer fiel, die ungarische Sprache zu lernen“, sagt der Rechtshänder.

    Immerhin gewann er ein Jahr später die Ungarische Meisterschaft und scheiterte mit Veszprém nur hauchdünn am Einzug in die Endspiele der Champions League. Nach einer Saison baute er seine Zelte dennoch wieder ab, weil ein Angebot der HSG Nordhorn zu lukrativ erschien. Schließlich konnte er beim Klub aus der Grafschaft mit seinem Landsmann Børge Lund in einem Team spielen, außerdem war der Reiz groß, in der stärksten Liga der Welt sein Können zu demonstrieren.

    Unter Ola Lindgren, der ihn auch bei den Rhein-Neckar Löwen weiter fördern wird, entwickelte sich Myrhol zu einem der besten Kreisläufer der HBL. Mit viel Kraft und gleichzeitiger Wendigkeit bereitet er den gegnerischen Abwehrreihen Probleme. Hinzu kommt seine aufopferungsvolle Tätigkeit in der eigenen Deckung. Auch international setzte er sich mit seiner Spielweise durch und feierte im Mai 2008 den EHF-Pokal-Triumph mit den Nordhornern.

    Bereits mit fünf Jahren begann der wuchtige Mann am Kreis mit dem Handball spielen. Bei seinem Heimatklub Vestli IL fand er viele Freunde, gleichzeitig aber auch die Liebe zum Handball. Obwohl viele Jugendliche aus seiner Umgebung dem Eishockeysport frönten, blieb Myrhol beim Spiel mit der Harzkugel, was sich als richtiger Entschluss entpuppte. Nach drei nationalen Meisterschaften mit Sandefjord TIF war er schließlich reif für den Wechsel ins Ausland – und schloss sich dem KC Veszprém an.

    Karriere:
    1 x EHF-Pokal-Sieger (2008)
    3 x Norwegischer Meister (2003, '04, '05)
    1 x Ungarischer Meister (2006)
    3 x Norwegischer Pokalsieger (2003, '04, '05)

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